Fix und fertig — November 1, 2016

Fix und fertig

Das betrifft sowohl meine Seminararbeit als auch mich. Ich bin schon seit Tagen sehr müde und fühle mich nicht wohl, was aber auch daran liegen mag, dass ich in den letzten Tagen mit Seminararbeit und Wochenend- Schicht in der Voliere ziemlich unter Druck stand.

Im Nachhinein hätte ich wohl bei der Einteilung für die Arbeit in der Voliere die zwei Halbtage an diesem Wochenende nicht nehmen sollen, doch derjenige, dem sie angeboten wurden, hatte keine Zeit, und da ich eigentlich eine Schicht weniger im Dezember wollte, habe ich mich dann doch gemeldet. Und die Schicht, die ich im Dezember habe, ist einige Tage nach der grossen Informatikprüfung, da habe ich sogar noch Zeit zum Erhohlen. Im Endeffekt hat mir dieses Wochenende also einen kleinen finanziellen Bonus eingebracht. Auch nicht schlecht.

Jedenfalls bin ich irgendwie froh, dass ich die Arbeit abgegeben habe, irgendwie habe ich ein gutes Gefühl dabei, irgendwie bin ich aber auch überzeugt, irgendwo noch einen blöden Fehler drin zu haben, und irgendwie würde ich am liebsten immer noch daran herumbasteln. Da ich sorgfältig gearbeitet habe, sollte eigentlich alles in Ordnung sein. Aber ich finde trotzdem immer wieder Dinge, die ich gerne noch besser gemacht hätte.

Der Entwurf ist jetzt einfach mal fertig! — Oktober 31, 2016

Der Entwurf ist jetzt einfach mal fertig!

Wobei das, technisch gesehen, sogar stimmt: Der Aufbau meiner Seminararbeit ist vorhanden, es fehlen nur noch einzelne Beispiele, Graphiken, und Dinge wie Überleitungen und Bibliographie.

Ein weiterer Grund, warum der Entwurf jetzt einfach mal per Definition fertig ist, ist die Tatsache, dass ich zu dreiviertel krank bin. Oder, dem teilweisen Grad an Verwirrtheit nach zu schliessen, auch ganz krank. Jedenfalls hatte ich vorhin mal starke Kopfschmerzen und leicht erhöhte Temperatur. Inzwischen geht es mir zwar wieder etwas besser, aber vorhin waren Vertipper an der Tagesordnung, und als ich mit meinem Statistikprogramm etwas überprüfen wollte, googelte ich tatsächlich einen Standardbefehl, bevor ich ihn auf dem entsprechenden Spickzettel nachgeschaut habe. Dementsprechend ist ohnehin klar, dass der letzte Überarbeitungsdurchgang morgen stattfinden wird. Heute würde das wahrscheinlich nichts mehr werden. Jetzt hoffe ich aber, dass ich nur eine elektronische Version abgeben muss, damit ich morgen keine zeitlichen Probleme mit meinem Repetitorium habe. Und natürlich, dass ich morgen nicht mit 39 Grad Fieber aufwache.

Schreiben, schreiben, schreiben — Oktober 26, 2016

Schreiben, schreiben, schreiben

Das ist das aktuelle Motto bei meiner Seminararbeit. Zwar bin ich noch nicht fertig mit der Datenauswertung, und ich finde immer wieder neue Dinge, die ich statistisch überprüfen kann. Was dazu führt, dass ich langsamer beim Schreiben bin. Umso wichtiger ist es aber, dran zu bleiben, denn jetzt arbeite ich am aufwändigsten Teil der Arbeit, dem Hauptteil. Sobald der fertig ist, wird es erheblich leichter.

Gleichzeitig hilft der Fokus aufs Schreiben auch, Druck abzubauen. Je mehr Seiten ich geschrieben habe, desto näher bin ich an den Minimalanforderungen. Und wenn ich etwas abgeben kann, das immerhin den Minimalanforderungen entspricht, besteht die Chance, dafür eine genügende Note zu bekommen. Für die letzten Seminararbeiten bekam ich jeweils gute Noten, daher müsste ich mit dieser hier eigentlich auch bestehen können.

Trotzdem bin ich gerade bei dieser hier sehr nervös. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig mache, denn ich habe in den Daten noch keine Zusammenhänge für meine Fragen gefunden. Was allerdings auch daran liegen könnte, das meine Daten nicht speziell für meine Frage gesammelt wurden und auch nicht gerade hohen Standards genügen würden. Teilweise kann ich das mit dem Statistikprogramm ausgleichen, doch gerade die vom Programm erzeugten Graphiken zeigen, dass die Daten nicht sehr regelmässig verteilt sind. Immerhin wurden die Daten unter Anleitung meiner Dozentin im Rahmen eines Seminars gesammelt, die miserable Datengrundlage ist deswegen nicht meine Schuld. Was sehr beruhigend ist 🙂

Nächsten Dienstag werde ich wahrscheinlich einfach nur froh sein, dass die Arbeit fertig ist.

Wie war dein Semesterstart? — Oktober 22, 2016

Wie war dein Semesterstart?

Diese Frage stellt Hermione in ihrem Blog.

Mein Semesterstart war ziemlich durchwachsen. Einerseits gab es organisatorische Dinge wie zum Beispiel die kürzeste Vorlesung, die ich je erlebt habe, und einige andere organisatorische Spässe des einen Teilfaches dieser Vorlesung. Dann kommen natürlich noch meine im letzten Beitrag angesprochenen psychischen Schwierigkeiten hinzu, und zusätzlich scheinen noch einige Familienmitglieder einen alten Konflikt wieder aufwärmen zu wollen, und ich bin inzwischen anscheinend auch in die Schusslinie geraten. Yippieh. Nicht.

Auf der anderen Seite habe ich in diesem Semester zwei spannende neue Vorlesungen in den Musikwissenschaften, und ich bin in Sachen Selbstdisziplin und Lernen besser, als ich gedacht hatte. Denn in diesem Semester habe ich viele Dinge, die ich selbstständig erarbeiten muss und demenstprechend ist meine Woche nicht so straff durchorganisiert. Und dank dem Antidepressivum kann ich auch wieder fokussiert arbeiten. Vorher konnte es teilweise sein, dass mich Kleinigkeiten so sehr aus der Bahn brachten, dass man mich anschliessend mehrere Stunden zu nichts gebrauchen konnte. Was beim selbstständig arbeiten natürlich ganz toll ist. Und Hermiones Blog samt dazugehöriger Twitter- Lerngruppe ist da natürlich auch sehr motivierend:)

Meine Hauptprojekte bis zum ersten November sind im Moment eine Seminararbeit in Linguistik und die Vorbereitung auf das eine Repetitorium meiner Wiederholungsprüfung. Wobei die Seminararbeit natürlich vorgeht, da ich die wirklich am ersten November abgeben muss, um das Modul zu bestehen. Beim Repetitorium hingegen ist es nicht so schlimm, wenn ich mit dem Stoff nicht ganz durch bin, denn es geht eigentlich mehr darum, Unklarheiten im Stoff zu beseitigen, (wobei ich die Dozenten auch via Lernplattform mit Fragen löchern könnte). Eine gute Vorbereitung wäre natürlich trotzdem toll, vor allem, weil ich dann schon für den Dezember vorgearbeitet hätte und danach nur noch den Stoff vertiefen müsste.

Mal schauen, wie gut das klappt. Zuerst versuche ich jedenfalls, einen Entwurf der Seminararbeit hinzukriegen. Dort habe ich nämlich ein bisschen viel Zeit mit dem Statistikprogramm vertrödelt, so dass ich jetzt etwas Gas geben sollte…

Auf Exkursion — November 7, 2015

Auf Exkursion

Nach dem administrativen Hinweis im letzten Beitrag muss ich ja fast kurz etwas zur Exkursion sagen 🙂

Der Plan, laut E-Mail des Dozenten, war, sich beim Infopoint zu treffen. Doch ich und eine weitere Teilnehmerin merkten schnell, dass das ein typischer Fall der Organisation dieses Dozenten war. Denn am Infopoint stand weder eine Gruppe, noch der Dozent selbst. Und das ein paar Minuten vor der vereinbarten Zeit. Da die Chancen gross waren, die Gruppe beim Suchen zu verpassen, gingen wir direkt zum Zug. Dort fanden wir dann den Rest der Gruppe inklusive Dozent. Und erfuhren, dass die anderen durch Kristallkugel, raten oder suchen die Gruppe beim Gruppentreffpunkt gefunden haben. Was in der Mail eigentlich auch gemeint war.
Jedenfalls ging es danach deutlich besser weiter. Ich habe viele Leute getroffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.

Gegen Mittag kamen wir dann am Zielort an und bekamen von unserer Gastuni eine kleine Mahlzeit spendiert, bevor es dann mit der ersten Hälfte der Vorträge los ging. Das Team in der Uni hatte einige Leute, die in etwa in unserem Gebiet forschen, gebeten, ihre Projekte vorzustellen. Es gab mehrere sehr interessante Vorträge über verschiedene linguistische Themen und es ist toll, wenn man sieht, in welche Richtung man sich an der Uni weiterentwickeln könnte und was aktuelle Forschungsthemen sind. Es ist ausdrücklich erlaubt, die Referenten nach dem Vortrag über ihr Thema auszuquetschen, und einige haben wir auch am Abend beim Abendessen gesehen.

Am anderen Morgen ging es nach dem Frühstück mit der zweiten Hälfte der Vorträge weiter. Wobei allerdings ein interaktiver Vortrag zum Thema Genderlinguistik völlig von unserer Diskussion darüber übernommen wurde und die Referentin dann schlussendlich aus zeitlichen Gründen abbrechen musste. Aber ich glaube, dass hat sie nicht besonders gestört. Jeder, der sich etwas damit beschäftigt hat, weiss, dass das ein Reizthema ist. Fragestellungen wie „Wie formuliere ich einen Artikel, so dass sich beide Geschlechter angesprochen fühlen?“ und „Warum sollte ich einen Text so formulieren?“, sind nicht leicht zu beantworten. Auch strapaziert die Aufhebung der Geschlechterrollen das Weltbild vieler Leute, wie man zum Beispiel an den Reaktionen auf Conchita Wurst erkennen kann.

Danach hatten wir noch etwas Zeit, um selbstständig etwas zum Essen aufzutreiben, bevor wir dann wieder nach Hause fuhren. Erwähnenswert: Es ist anscheinend ein Novum, wenn ein Passagier auf einer mehrstündigen Zugfahrt Gepäck dabei hat oder Abfall produziert. Jedenfalls, wenn es nach dem Design der Züge geht.

Das Bild zum Beitrag entstand übrigens am Freitag Morgen mit der Handykamera. Meine Kollegin fotografierte die Stadt, ich die Enten. Nebenberufliches Interesse 😉