Wenn kleine Schritte immer noch zu klein sind… — September 19, 2016

Wenn kleine Schritte immer noch zu klein sind…


Ich gebe ja zu, dass mir die Selbstdisziplin fürs selbstständige Arbeiten teilweise fehlt. Und ich weiss auch, dass es harte Arbeit ist, Selbstdisziplin zu lernen. Wenn mir diese Eigenschaft einfach in den Schoss fallen würde, würde ich keine Probleme damit haben.
In letzter Zeit konnte ich schon einige kleine Erfolge in diese Richtung verzeichnen: Ich habe es geschafft, in den Ferien, ohne
Prüfungsdruck, regelmässig zwei oder mehr Stunden für die Uni zu arbeiten. Jedenfalls bis vor kurzem.

Denn eigentlich wollte ich mehr erreichen. Doch da ich nicht so weit gekommen bin, wie ich wollte, wurde ich frustriert. Dazu kamen noch mehrere andere ärgerliche Kleinigkeiten, die unabhängig voneinander passierten und eigentlich auch nicht schlimm sind.

Und doch bekomme ich dadurch das Gefühl, nichts im Griff zu haben. Nichts scheint auf Anhieb zu funktionieren, ich verzettle mich in Kleinstproblemen, die alle gelöst werden wollen und die schwer zu delegieren sind.

Immerhin scheinen dem Zufall (oder irgendeiner sonstigen übergeordneten Macht) langsam die Ideen für Problemchen auszugehen. Es sind also wieder bessere Zeiten in Sicht:)

Ruhige Zeiten — August 9, 2016

Ruhige Zeiten

Im Moment sind Semesterferien – und damit eine Art grosses Sommerloch. Wobei ich mich eigentlich schon auf einige Prüfungen Ende nächstes Semester vorbereiten will (sonst muss ich alles gegen Ende der Vorlesungszeit oder über Weihnachten machen). Bloss ist meine Selbstdisziplin nicht gerade die Beste. Weswegen ich manchmal bewusst an die Uni fahre, weil ich dort mehr in der Öffentlichkeit bin und deswegen auch eher das Gefühl habe, ich müsste arbeiten. Zwar schaut mir niemand wirklich auf die Finger, und es gibt auch Studenten, die an der Uni Pokemon Go spielen – wenn ich an der Uni besser arbeiten kann, fahre ich halt an die Uni. Einziger Nachteil: Da ich unter anderem für eine Programmierprüfung üben muss, muss ich oft den Laptop mitnehmen. Und meiner ist im Vergleich zu anderen heutigen Geräten ziemlich sperrig. Aber solange er noch tadellos funktioniert, werde ich keinen neuen kaufen.

Die Ferien sind auch die Zeit, in der ich mich bevorzugt mit Lern- und Organisationstechniken beschäftige. Denn während den Ferien habe ich die Nerven, neues Verhalten einzuüben. Wenn ich mitten im Prüfungsstress bin, müssen die neuen Strategien sitzen. Dann habe ich anderes zu tun als über effiziente Wege nachzudenken. Ausserdem kann ich in den Ferien Strategien auch austesten, ohne das sie unbedingt funktionieren müssen. Wenn ich mit einer Strategie nichts anfangen kann, kann ich immer noch wechseln, ohne dass es eine Katastrophe gibt.

Im Moment habe ich aber sehr wenige feste Termine. Was es schwerer macht, nicht den ganzen Tag zu schlafen oder sich mit irgendetwas die Zeit zu vertreiben. Und mit irgendetwas meine ich wirklich Tätigkeiten, bei denen nichts sinnvolles (persönlich oder beruflich) herauskommt. Nicht, dass dieses irgendetwas machen nicht seinen Sinn hätte – aber wenn man über einen Monat Ferien hat, braucht es zwischendurch auch fordernde Tätigkeiten.

Vorlesungsfreie Zeit — Juni 25, 2016

Vorlesungsfreie Zeit

Von Laien gerne auch „Ferien“ genannt. Theoretisch zum Vor- und Nachbereiten da, praktisch wird das meiste in die Vorlesungszeit gestopft, was daran liegt, dass die Prüfungen oft am Ende der Vorlesungszeit stattfinden. Lernphase gibt es nicht. Ich hätte mir heute nicht bei einer Online-Zeitung die Kommentare über faule Studenten reinziehen sollen.

Themenwechsel: Ich habe alle Leistungsnachweise, die ich noch dieses Semester erbringen muss, zumindest eingereicht. Die Prüfung, die ich im letzten Beitrag erwähnt habe, habe ich bestanden (wenn auch nicht besonders gut) und ich warte jetzt noch auf die Bewertung einer Arbeit, die ich letzten Sonntag abgegeben habe. Bei dieser Arbeit wurde es gegen Ende sehr knapp, ich war deshalb froh, als ich die Bestätigungsmail des Dozenten gesehen habe. Immerhin scheint meine Arbeit soweit in Ordnung zu sein, dass er sie überhaupt korrigiert:)

Mit meinem Musiklehrer läuft es einigermassen. Ich konnte ihm klar machen, dass ich bis zum 19. viel zu tun habe und deswegen nicht so viel üben kann. Inzwischen läuft auch ein kniffliges Stück einigermassen. Nach den Ferien gibt es übrigens einen Wechsel, da er nach den Ferien nicht mehr an der Musikschule arbeitet.

Bei den Vögeln sind schon seit längerem spannende Zeiten angebrochen. Die sind gerade fleissig am Nachwuchs aufziehen, und ein Raubvogel legt sich in Sachen Brüten/Aufzucht richtig ins Zeug – was allerdings für die Pfleger nicht sehr vorteilhaft ist. Denn er nimmt seinen Job als Beschützer so ernst, dass das Füttern ein richtiges Abenteuer ist. Vor allem, weil man zum Füttern reingehen müsste. Mein Chef meinte zwar, ich hätte keine Probleme, wenn ich den Besen mitnehmen würde, aber besagter Vogel hat trotzdem ziemlich scharfe Krallen. Meine Taktik bestand bisher darin, ihm das Futter zu zeigen. Was auch aus seiner Sicht ein gutes Argument ist, mich kurz reinzulassen…

Was mich zu etwas bringt, was ich dringend erledigen muss: Abklären, ob die Tetanusimpfung wiederholt werden muss. Wobei der Rest der Impfungen auch überprüft werden sollte…

Selbst-dis-zip-lin — Januar 13, 2016

Selbst-dis-zip-lin

Wahrscheinlich einer der beliebtesten Neujahrsvorsätze: Nicht mehr alles bis zum letzten Moment aufschieben. Die Seminararbeit schon in den Ferien anfangen (und nicht erst drei Wochen vor dem Abgabetermin), den (virtuellen) Schreibtisch nicht erst am Abend vor der ersten Vorlesung aufräumen, seriöse Prüfungsvorbereitung, etc…. 

Die Eigenschaft, die man dazu bräuchte, ist: Selbstdisziplin. Doch im Moment tue ich mich ein wenig schwer damit. 

Konkret: Ich plane, jeden Morgen Bücher für eine mündliche Prüfung zu lesen und Fragestellungen und Thesen für zwei Seminararbeiten auszuknobeln (weiter bin ich dort noch nicht gekommen). Damit ich dann am frühen Nachmittag fertig bin und „Ferien“ habe. Soweit zumindest der Plan. In der Praxis vertrödle ich oft den ganzen Morgen und erledige mein Pensum erst am (späten) Nachmittag. Positiv daran ist, dass ich zumindest etwas mache. Dummerweise gerate ich aber so sehr schnell in Stress, weil ich jeweils am Vorabend einen detaillierten Tagesplan aufstelle. Inklusive eventuellen Terminen, Kochen, Pausen und Instrumente üben. Und der stimmt dann natürlich nicht mehr, auch wenn ich am Nachmittag eigentlich genügend Zeitpuffer eingebaut hätte. Und weil der Plan nicht mehr stimmt, fällt es mir noch schwerer, damit anzufangen.

Immerhin: Ich habe jeden Tag eine neue Chance, mein Zeitmanagement in den Griff zu bekommen. Und ich bin auch schon soweit, dass die Pläne durchführbar wären ( und nicht so überfrachtet mit Aufgaben und Terminen sind, dass es zeitlich sowieso nie aufgehen würde).