Der Entwurf ist jetzt einfach mal fertig! — Oktober 31, 2016

Der Entwurf ist jetzt einfach mal fertig!

Wobei das, technisch gesehen, sogar stimmt: Der Aufbau meiner Seminararbeit ist vorhanden, es fehlen nur noch einzelne Beispiele, Graphiken, und Dinge wie Überleitungen und Bibliographie.

Ein weiterer Grund, warum der Entwurf jetzt einfach mal per Definition fertig ist, ist die Tatsache, dass ich zu dreiviertel krank bin. Oder, dem teilweisen Grad an Verwirrtheit nach zu schliessen, auch ganz krank. Jedenfalls hatte ich vorhin mal starke Kopfschmerzen und leicht erhöhte Temperatur. Inzwischen geht es mir zwar wieder etwas besser, aber vorhin waren Vertipper an der Tagesordnung, und als ich mit meinem Statistikprogramm etwas überprüfen wollte, googelte ich tatsächlich einen Standardbefehl, bevor ich ihn auf dem entsprechenden Spickzettel nachgeschaut habe. Dementsprechend ist ohnehin klar, dass der letzte Überarbeitungsdurchgang morgen stattfinden wird. Heute würde das wahrscheinlich nichts mehr werden. Jetzt hoffe ich aber, dass ich nur eine elektronische Version abgeben muss, damit ich morgen keine zeitlichen Probleme mit meinem Repetitorium habe. Und natürlich, dass ich morgen nicht mit 39 Grad Fieber aufwache.

Selbstverordnete Maximalarbeitszeit — Oktober 27, 2016

Selbstverordnete Maximalarbeitszeit

Ist sogar in meine Gewohnheitenliste bei Habitica integriert. Habitica ist eine App, mit der man Listen mit Aufgaben, täglichen Aufgaben und guten Gewohnheiten zum Angewöhnen (oder auch schlechte zum Abgewöhnen) erstellen kann. Wenn man fleissig Aufgaben erledigt und guten Gewohnheiten nachgeht, bekommt man, wie in einem Spiel, Erfahrungspunkte, Gegenstände und Gold. Damit kann man für seinen Avatar Ausrüstung kaufen. Wenn man seine täglichen Aufgaben vernachlässigt oder schlechten Gewohnheiten nachgeht, fügt man seinem Avatar Schaden zu. Die Belohnungen und der zugefügte Schaden richten sich nach dem Schwierigkeitsgrad, den man selber für die einzelnen Aufgaben einstellen kann. Je schwerer eine Aufgabe ist, desto grösser ist die Belohnung. Oder der Schaden, wenn man nicht das macht, was man sich vorgenommen hat.

Bei mir steht bei den Gewohnheiten eine negative, die heisst „Ohne triftigen Grund mehr als acht Stunden arbeiten“. Und die ist auf die schwerste Stufe gestellt, damit ich nie auf die Idee komme, diese Gewohnheit anzuklicken. Denn auch wenn ich mich bemühe, jeden Tag mehrere Stunden mit meinen Hausaufgaben zu verbringen, muss doch irgendwo eine Grenze sein. Sonst bekomme ich vor lauter Erschöpfung einen Overload. Das ist ein Minizusammenbruch, der für Autisten unter Stress gerne mal passiert. Und auch wenn ich persönlich bei einem Overload wirklich ausser Gefecht bin (beziehungsweise am Schlafen), ist es doch nicht angenehm. Und langfristig auch nicht gesund. Ausserdem komme ich mit genügend Pausen und gleichmässigerer, geringerer Belastung auf bessere Ergebnisse als mit regelmässigen Kraftakten. Auch kann ich nach einem Overload für etwa einen weiteren Tag nicht meine volle Leistung abrufen. Daher bin ich nach einer Overload-freien Pause auch wesentlich produktiver.

Ziel ist es also, jeden Tag zwischen zwei und acht Stunden zu arbeiten. Das genaue Tagesziel hängt vom Wochentag und anderen Terminen ab. Und hin und wieder würde ich auch gerne Ausschlafen und einen freien Nachmittag haben:)

Gerade heute ist so ein Tag, wo ich diese acht Stunden erreichen habe, und eigentlich noch ein Bedürfnis hätte, mehr zu arbeiten. Wobei dieses Bedürfnis leider nicht darauf zurückzuführen ist, dass ich gerade mit der Arbeit gut vorankomme. Es ist mehr eine Art Panikreaktion, weil ich sie am Dienstag abgeben muss. Eigentlich würde ich am liebsten einfach ins Bett liegen und schlafen.

Ich bin aber nicht so knapp dran, dass es heute mehr als acht Stunden bräuchte, um pünklich bis am Dienstag fertig zu werden. Und dank der schlechten Gewohnheit in der Liste werde ich mich nach diesen acht Stunden auch wirklich ausruhen.

Und wer weiss, vielleicht finde ich in wacherem Zustand noch eine Variable, die einen signifikanten Einfluss hat. Heute glaubte ich mal kurz, ich hätte etwas gefunden. Stellte sich dann allerdings heraus, dass jemand etwas falsch übertragen hatte, und genau die Versuchsperson mit dem falschen Wert hat ein Ergebnis, dass stark von den anderen abweicht. Konkret: Sobald der falsche Wert korrigiert war, war auch die Signifikanz verschwunden.

Ich frage mich gerade, wie stark ich die erhobenen Daten in meiner Arbeit kritisieren darf. Wir haben im Seminar selber ein Experiment gemacht, und es war von Anfang an als eine sehr lockere Fallstudie geplant. Es ging also nie darum, etwas zu beweisen. Das Ziel war eher, einige mögliche Zusammenhänge zu entdecken, die man dann eventuell weiter untersuchen könnte.

Mit einem Statistikprogramm kann man durch verschiedenen Tests den sogenannten P-Wert ausrechnen. Dieser Wert ist eine Art Massstab für die Stärke der Abhängigkeit von zwei Variablen zueinander. Wenn dieser Wert kleiner als 0.05 ist, gibt es eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die zwei untersuchten Variablen voneinander abhängig sind, oder anders gesagt. Die 95 Prozent sind hier das Signifikanzniveau. Sobald ich also mindestens diese Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenhang habe, ist der Zusammenhang signifikant.

Bei meiner Untersuchung konnten die Test lediglich einen signifikanten Zusammenhang zwischen Versuchspersonen mit Matura und Versuchspersonen mit einem Studium herstellen, was allerdings ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt war. Eine Untersuchung dieses Zusammenhangs würde mir wahrscheinlich den Ig-Nobelpreis eintragen:)

Schreiben, schreiben, schreiben — Oktober 26, 2016

Schreiben, schreiben, schreiben

Das ist das aktuelle Motto bei meiner Seminararbeit. Zwar bin ich noch nicht fertig mit der Datenauswertung, und ich finde immer wieder neue Dinge, die ich statistisch überprüfen kann. Was dazu führt, dass ich langsamer beim Schreiben bin. Umso wichtiger ist es aber, dran zu bleiben, denn jetzt arbeite ich am aufwändigsten Teil der Arbeit, dem Hauptteil. Sobald der fertig ist, wird es erheblich leichter.

Gleichzeitig hilft der Fokus aufs Schreiben auch, Druck abzubauen. Je mehr Seiten ich geschrieben habe, desto näher bin ich an den Minimalanforderungen. Und wenn ich etwas abgeben kann, das immerhin den Minimalanforderungen entspricht, besteht die Chance, dafür eine genügende Note zu bekommen. Für die letzten Seminararbeiten bekam ich jeweils gute Noten, daher müsste ich mit dieser hier eigentlich auch bestehen können.

Trotzdem bin ich gerade bei dieser hier sehr nervös. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig mache, denn ich habe in den Daten noch keine Zusammenhänge für meine Fragen gefunden. Was allerdings auch daran liegen könnte, das meine Daten nicht speziell für meine Frage gesammelt wurden und auch nicht gerade hohen Standards genügen würden. Teilweise kann ich das mit dem Statistikprogramm ausgleichen, doch gerade die vom Programm erzeugten Graphiken zeigen, dass die Daten nicht sehr regelmässig verteilt sind. Immerhin wurden die Daten unter Anleitung meiner Dozentin im Rahmen eines Seminars gesammelt, die miserable Datengrundlage ist deswegen nicht meine Schuld. Was sehr beruhigend ist 🙂

Nächsten Dienstag werde ich wahrscheinlich einfach nur froh sein, dass die Arbeit fertig ist.

Wie war dein Semesterstart? — Oktober 22, 2016

Wie war dein Semesterstart?

Diese Frage stellt Hermione in ihrem Blog.

Mein Semesterstart war ziemlich durchwachsen. Einerseits gab es organisatorische Dinge wie zum Beispiel die kürzeste Vorlesung, die ich je erlebt habe, und einige andere organisatorische Spässe des einen Teilfaches dieser Vorlesung. Dann kommen natürlich noch meine im letzten Beitrag angesprochenen psychischen Schwierigkeiten hinzu, und zusätzlich scheinen noch einige Familienmitglieder einen alten Konflikt wieder aufwärmen zu wollen, und ich bin inzwischen anscheinend auch in die Schusslinie geraten. Yippieh. Nicht.

Auf der anderen Seite habe ich in diesem Semester zwei spannende neue Vorlesungen in den Musikwissenschaften, und ich bin in Sachen Selbstdisziplin und Lernen besser, als ich gedacht hatte. Denn in diesem Semester habe ich viele Dinge, die ich selbstständig erarbeiten muss und demenstprechend ist meine Woche nicht so straff durchorganisiert. Und dank dem Antidepressivum kann ich auch wieder fokussiert arbeiten. Vorher konnte es teilweise sein, dass mich Kleinigkeiten so sehr aus der Bahn brachten, dass man mich anschliessend mehrere Stunden zu nichts gebrauchen konnte. Was beim selbstständig arbeiten natürlich ganz toll ist. Und Hermiones Blog samt dazugehöriger Twitter- Lerngruppe ist da natürlich auch sehr motivierend:)

Meine Hauptprojekte bis zum ersten November sind im Moment eine Seminararbeit in Linguistik und die Vorbereitung auf das eine Repetitorium meiner Wiederholungsprüfung. Wobei die Seminararbeit natürlich vorgeht, da ich die wirklich am ersten November abgeben muss, um das Modul zu bestehen. Beim Repetitorium hingegen ist es nicht so schlimm, wenn ich mit dem Stoff nicht ganz durch bin, denn es geht eigentlich mehr darum, Unklarheiten im Stoff zu beseitigen, (wobei ich die Dozenten auch via Lernplattform mit Fragen löchern könnte). Eine gute Vorbereitung wäre natürlich trotzdem toll, vor allem, weil ich dann schon für den Dezember vorgearbeitet hätte und danach nur noch den Stoff vertiefen müsste.

Mal schauen, wie gut das klappt. Zuerst versuche ich jedenfalls, einen Entwurf der Seminararbeit hinzukriegen. Dort habe ich nämlich ein bisschen viel Zeit mit dem Statistikprogramm vertrödelt, so dass ich jetzt etwas Gas geben sollte…

Wenn kleine Schritte immer noch zu klein sind… — September 19, 2016

Wenn kleine Schritte immer noch zu klein sind…


Ich gebe ja zu, dass mir die Selbstdisziplin fürs selbstständige Arbeiten teilweise fehlt. Und ich weiss auch, dass es harte Arbeit ist, Selbstdisziplin zu lernen. Wenn mir diese Eigenschaft einfach in den Schoss fallen würde, würde ich keine Probleme damit haben.
In letzter Zeit konnte ich schon einige kleine Erfolge in diese Richtung verzeichnen: Ich habe es geschafft, in den Ferien, ohne
Prüfungsdruck, regelmässig zwei oder mehr Stunden für die Uni zu arbeiten. Jedenfalls bis vor kurzem.

Denn eigentlich wollte ich mehr erreichen. Doch da ich nicht so weit gekommen bin, wie ich wollte, wurde ich frustriert. Dazu kamen noch mehrere andere ärgerliche Kleinigkeiten, die unabhängig voneinander passierten und eigentlich auch nicht schlimm sind.

Und doch bekomme ich dadurch das Gefühl, nichts im Griff zu haben. Nichts scheint auf Anhieb zu funktionieren, ich verzettle mich in Kleinstproblemen, die alle gelöst werden wollen und die schwer zu delegieren sind.

Immerhin scheinen dem Zufall (oder irgendeiner sonstigen übergeordneten Macht) langsam die Ideen für Problemchen auszugehen. Es sind also wieder bessere Zeiten in Sicht:)

Ruhige Zeiten — August 9, 2016

Ruhige Zeiten

Im Moment sind Semesterferien – und damit eine Art grosses Sommerloch. Wobei ich mich eigentlich schon auf einige Prüfungen Ende nächstes Semester vorbereiten will (sonst muss ich alles gegen Ende der Vorlesungszeit oder über Weihnachten machen). Bloss ist meine Selbstdisziplin nicht gerade die Beste. Weswegen ich manchmal bewusst an die Uni fahre, weil ich dort mehr in der Öffentlichkeit bin und deswegen auch eher das Gefühl habe, ich müsste arbeiten. Zwar schaut mir niemand wirklich auf die Finger, und es gibt auch Studenten, die an der Uni Pokemon Go spielen – wenn ich an der Uni besser arbeiten kann, fahre ich halt an die Uni. Einziger Nachteil: Da ich unter anderem für eine Programmierprüfung üben muss, muss ich oft den Laptop mitnehmen. Und meiner ist im Vergleich zu anderen heutigen Geräten ziemlich sperrig. Aber solange er noch tadellos funktioniert, werde ich keinen neuen kaufen.

Die Ferien sind auch die Zeit, in der ich mich bevorzugt mit Lern- und Organisationstechniken beschäftige. Denn während den Ferien habe ich die Nerven, neues Verhalten einzuüben. Wenn ich mitten im Prüfungsstress bin, müssen die neuen Strategien sitzen. Dann habe ich anderes zu tun als über effiziente Wege nachzudenken. Ausserdem kann ich in den Ferien Strategien auch austesten, ohne das sie unbedingt funktionieren müssen. Wenn ich mit einer Strategie nichts anfangen kann, kann ich immer noch wechseln, ohne dass es eine Katastrophe gibt.

Im Moment habe ich aber sehr wenige feste Termine. Was es schwerer macht, nicht den ganzen Tag zu schlafen oder sich mit irgendetwas die Zeit zu vertreiben. Und mit irgendetwas meine ich wirklich Tätigkeiten, bei denen nichts sinnvolles (persönlich oder beruflich) herauskommt. Nicht, dass dieses irgendetwas machen nicht seinen Sinn hätte – aber wenn man über einen Monat Ferien hat, braucht es zwischendurch auch fordernde Tätigkeiten.

Ironie ist… — Februar 29, 2016

Ironie ist…

… wenn man Arbeit aufschiebt, um einen Artikel zu lesen, der Strategien gegen Aufschieberitis vorstellt. Noch ironischer ist es, wenn man die Arbeit noch weiter aufschiebt, um einen Blogbeitrag darüber zu schreiben. Meine Motivation für Hausaufgaben versteckt sich gerade irgendwo (leider nicht auf wordpress.com).

Ansonsten hatte ich in der letzten leicht vollgestopften Woche eine ungeplante Gelegenheit zur Entspannung: Meine allererste Vorlesung fiel aus, weil die Dozentin krank war. Dafür war es dann am nächsten Tag mit dem Dolce Vita zu Ende, als ich bei einem Seminar zwei Texte à ca. 20 Seiten als Hausaufgabe zum Lesen bekam. Den Ersten habe ich inzwischen durchgearbeitet und… er war englisch, gab einen Überblick über mehrere Studien zu dem Thema und das Vokabular deckte sich öfters mal nicht mit dem im Gymnasium gelernten. Mal schauen, wie der zweite Text so ist.

Zusätzlich beschäftige ich mich gerade mit Gregorianischen Chorälen und lerne, Noten in einem Vorläufer des heutigen Notensystems zu lesen.

Und wer jetzt gerade etwas anderes aufschiebt, um diesen Eintrag zu lesen, kann sich hier noch weiter mit dem Thema beschäftigen: So kriegen Studenten Aufschieberitis in den Griff

Neue Perspektiven — Januar 30, 2016

Neue Perspektiven

Eigentlich ist das hier kein Blog über Autismus. Eigentlich. Da ich aber 24 Stunden im Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr (ganz zu Schweigen von den 23 Jahren, die ich schon lebe, und allen auf diesen Beitrag folgenden Jahre) Autistin bin (und ich dementsprechend auch nur aus einer autistischen Perspektive schreiben kann), muss ich mich zwangsläufig immer wieder mit diesem Thema befassen. 

Vor bald vier Jahren habe ich die Diagnose Aspergersyndrom bekommen, was eine Unterkategorie von Autismus ist (wie Kannersyndrom und atypischer Autismus). Diese Kategorien werden aber in letzter Zeit immer unwichtiger, weil alle im so genannten Autismusspektrum verschmolzen werden. Unglücklicherweise führte das zum Diagnosenamen Autismusspektrumsstörung, mit dem viele Autisten Mühe haben. Denn der Name betont, wie die Diagnosekriterien, das defizitäre, also die Schwierigkeiten im Alltag. Eventuelle Vorteile wie Konzentration auf Details (praktisch, um Dinge zu suchen) und die hohe Konzentrationsfähigkeit (wenn ich voll konzentriert bin, brauchen meine Mitmenschen manchmal mehrere Anläufe, um meine Aufmerksamkeit zu erregen) werden dadurch den Nachteilen (Schwierigkeiten beim Umgang mit Mitmenschen) untergeordnet. (Ziel für die Ferien: Eigene Seite für Autismus erstellen. Ich schweife gerade komplett ab).

Zurück zum Thema: Gerade tut sich im Bereich Autismus bei mir unglaublich viel. Einerseits habe ich die beiden Bände des Schattenspringers von Daniela Schreiter (www.fuchskind.de) bei meiner gigantischen Bücherliste für eine mündliche Prüfung mitbestellt und inzwischen auch gelesen. Und dabei habe ich gemerkt, dass ich zwar inzwischen eine Diagnose habe, aber mich wahrscheinlich immer noch in zu vielen Bereichen darum bemühe, sie zu überspielen. Also so zu tun, als wäre ich Nichtautistin. Was nicht immer schlecht ist und manchmal sogar ganz praktisch sein kann (beim Einkaufen oder bei Gesprächen mit anderen Leuten). Das Problem ist, dass dieses Unterdrücken von autistischen Verhaltensweisen Energie beansprucht, die mir dann beispielsweise beim Studium fehlt. Und deswegen ist es für mich sehr vorteilhaft, wenn ich zu Hause solche seltsamen Sachen wie Schinken über Sprachgeschichte lesen oder Details über Papageien herausfinden betreibe (wusstet ihr schon, dass Papageien ebenfalls eine bevorzugte „Hand“ haben? Die meisten Papageienarten halten ihr Futter meist mit dem gleichen Fuss fest). Dummerweise habe ich eben irgendwann in der Grundschule begriffen, dass die meisten Menschen in ihrer Freizeit einen grossen Bogen um Sachbücher machen. Jedenfalls supercoole Jugendliche. Oder sie tun nur so, als ob. Jedenfalls habe ich dieses Verhalten dann auch privat übernommen. Was ich jetzt langsam wieder ändere.

Vielleicht hängt obiges Verhalten auch damit zusammen, dass sich meine Mutter (wir wohnen in einer Art WG zusammen) erst jetzt richtig mit dem ganzen Themenkomplex beschäftigt. Und kürzlich zugegeben hat, dass sie das Thema unterschätzt hat. 

Ich probiere ausserdem gerade aus, ob mir das Schreiben von Wochenplänen mehr liegt als das Schreiben von Tagesplänen. Und laut meiner Ärztin habe ich im Moment auch mehrere Gelegenheiten, um den Umgang mit Menschen zu üben (zum Beispiel sich bei der Studienberatung  beraten lassen, anstatt das Problem alleine lösen zu wollen).

Es tut sich in diesem Bereich also wirklich einiges.