Fix und fertig — November 1, 2016

Fix und fertig

Das betrifft sowohl meine Seminararbeit als auch mich. Ich bin schon seit Tagen sehr müde und fühle mich nicht wohl, was aber auch daran liegen mag, dass ich in den letzten Tagen mit Seminararbeit und Wochenend- Schicht in der Voliere ziemlich unter Druck stand.

Im Nachhinein hätte ich wohl bei der Einteilung für die Arbeit in der Voliere die zwei Halbtage an diesem Wochenende nicht nehmen sollen, doch derjenige, dem sie angeboten wurden, hatte keine Zeit, und da ich eigentlich eine Schicht weniger im Dezember wollte, habe ich mich dann doch gemeldet. Und die Schicht, die ich im Dezember habe, ist einige Tage nach der grossen Informatikprüfung, da habe ich sogar noch Zeit zum Erhohlen. Im Endeffekt hat mir dieses Wochenende also einen kleinen finanziellen Bonus eingebracht. Auch nicht schlecht.

Jedenfalls bin ich irgendwie froh, dass ich die Arbeit abgegeben habe, irgendwie habe ich ein gutes Gefühl dabei, irgendwie bin ich aber auch überzeugt, irgendwo noch einen blöden Fehler drin zu haben, und irgendwie würde ich am liebsten immer noch daran herumbasteln. Da ich sorgfältig gearbeitet habe, sollte eigentlich alles in Ordnung sein. Aber ich finde trotzdem immer wieder Dinge, die ich gerne noch besser gemacht hätte.

Neugieriger Zeitgenosse — Juli 2, 2016

Neugieriger Zeitgenosse

Neulich in der Voliere:

Ich: *öffne die Tür der Futterklappe*

Mönchssittich: *landet am Rand des Futterplatzes*

Ich: *nehme das Tablett mit dem alten Futter*

Mönchssittich: *guckt sich verträumt die Umgebung an*

Ich: *beginne, die Tür der Klappe zu schliessen*

Mönchssittich: „QUIIIIIEEEEETSCH!“ *hechtet zur Tür und inspiziert das Gebäudeinnere*

Ich: *passe auf, dass ich dem neugierigen Vogel beim Schliessen nicht den Schnabel einklemme. Und grinse*

Vorlesungsfreie Zeit — Juni 25, 2016

Vorlesungsfreie Zeit

Von Laien gerne auch „Ferien“ genannt. Theoretisch zum Vor- und Nachbereiten da, praktisch wird das meiste in die Vorlesungszeit gestopft, was daran liegt, dass die Prüfungen oft am Ende der Vorlesungszeit stattfinden. Lernphase gibt es nicht. Ich hätte mir heute nicht bei einer Online-Zeitung die Kommentare über faule Studenten reinziehen sollen.

Themenwechsel: Ich habe alle Leistungsnachweise, die ich noch dieses Semester erbringen muss, zumindest eingereicht. Die Prüfung, die ich im letzten Beitrag erwähnt habe, habe ich bestanden (wenn auch nicht besonders gut) und ich warte jetzt noch auf die Bewertung einer Arbeit, die ich letzten Sonntag abgegeben habe. Bei dieser Arbeit wurde es gegen Ende sehr knapp, ich war deshalb froh, als ich die Bestätigungsmail des Dozenten gesehen habe. Immerhin scheint meine Arbeit soweit in Ordnung zu sein, dass er sie überhaupt korrigiert:)

Mit meinem Musiklehrer läuft es einigermassen. Ich konnte ihm klar machen, dass ich bis zum 19. viel zu tun habe und deswegen nicht so viel üben kann. Inzwischen läuft auch ein kniffliges Stück einigermassen. Nach den Ferien gibt es übrigens einen Wechsel, da er nach den Ferien nicht mehr an der Musikschule arbeitet.

Bei den Vögeln sind schon seit längerem spannende Zeiten angebrochen. Die sind gerade fleissig am Nachwuchs aufziehen, und ein Raubvogel legt sich in Sachen Brüten/Aufzucht richtig ins Zeug – was allerdings für die Pfleger nicht sehr vorteilhaft ist. Denn er nimmt seinen Job als Beschützer so ernst, dass das Füttern ein richtiges Abenteuer ist. Vor allem, weil man zum Füttern reingehen müsste. Mein Chef meinte zwar, ich hätte keine Probleme, wenn ich den Besen mitnehmen würde, aber besagter Vogel hat trotzdem ziemlich scharfe Krallen. Meine Taktik bestand bisher darin, ihm das Futter zu zeigen. Was auch aus seiner Sicht ein gutes Argument ist, mich kurz reinzulassen…

Was mich zu etwas bringt, was ich dringend erledigen muss: Abklären, ob die Tetanusimpfung wiederholt werden muss. Wobei der Rest der Impfungen auch überprüft werden sollte…

Zusatzaufgabe — November 14, 2015

Zusatzaufgabe

„Liebes Sprachelfchen
Bitte reinige noch die Aussenvoliere.
Gruss Chef“

Diese Nachricht war an einem grossen Behälter mit den entsprechenden Werkzeugen befestigt, als ich heute Morgen in die Voliere kam (wobei mein Chef natürlich mit seinem Namen unterschrieben hatte). Eigentlich wollte ich mir noch einen Lernnachmittag machen. Ich habe aber trotzdem nach dem üblichen Tagesprogramm angefangen, den äusseren Bereich zu reinigen (die Volieren der meisten Vögel sind in einen Innen- und Aussenbereich geteilt. Der Innenbereich ist im Winter geheizt, und wenn es den Vögeln draussen zu kalt oder zu langweilig wird, können sie durch eine Öffnung in der Türe reingehen). Und der hatte es dringend nötig. Ich habe heute eine riesige Ladung Laub zusammengenommen und bin noch nicht fertig – irgendwann jedoch musste ich abbrechen, weil ich noch zum Waschen eingetragen war. Was dem Zustand meiner Kleidung sehr entgegen kam.

Die Vögel reagierten unterschiedlich auf die Aktion. Einige bekamen leider Panik und wichen mir aus (zum Glück sind die Käfige gross genug), anderen war es mehr oder weniger egal, was ich da mache, und andere mussten alles genau inspizieren. Am frechsten waren die Sonnensittiche: Einer wollte es sich auf meiner Schulter gemütlich machen, ein anderer auf meinem Kopf. In dieser Voliere sind die Vögel im allgemeinen sehr zutraulich, heute flogen sie teilweise auch sehr dicht über mir durch. Das ist zwar schön, aber im ersten Moment erschrickt man auch (und manchmal mag man halt einfach keinen Vogel auf der Schulter haben).

Im Allgemeinen waren manche Vögel heute etwas seltsam drauf. Ich denke, sie spüren den Frühling sehr warmen Herbst, den wir im Moment haben.

Jede Menge Flausen im Kopf… — Oktober 27, 2015

Jede Menge Flausen im Kopf…

… hat im Moment ein Pechvogel in der Voliere. Vor ein paar Tagen hatte er sich verletzt, und da er danach alles andere als fit wirkte, hat ihn eine Kollegin vorsorglich in den Quarantänekäfig gesteckt. Inzwischen geht es dem Papagei aber besser, und dementsprechend ist der kleine, komplett von den anderen Vögeln isolierte Käfig extrem langweilig für ihn. Also testet er alles mögliche aus: Ob sich die Metallwanne oder die Gitterstäbe nicht doch anknabbern lassen, wie gut sich das Gitter zum Klettern eignet, ob man vielleicht aus dem Käfig klettern kann, während ich die Futter- und Wasserschalen austausche…

Jedenfalls bleibt er sicher noch eine Nacht im Quarantänekäfig, denn ich bin nur die Aushilfe und kann nicht beurteilen, ob er schon wieder zu seinen Freunden kann. Das muss dann jemand mit der entsprechenden Ausbildung machen. Aber ich glaube, er wird schon bald wieder in seiner normalen Umgebung sein.