Zuerst einmal Sorry für den langen Unterbruch, aber ich war im Dezember extrem erschöpft, und als ich mich davon erhohlt hatte, ging es weiter mit Familienthemen, neuer Arbeitsaufteilung zu Hause, Bachelorarbeit planen, und so weiter und so fort… Kurz: Es war alles in Bewegung, und es fängt erst jetzt so langsam an, sich zu beruhigen.

So, und jetzt das Bild zum Titel:

Jepp, das ist Mathe. Für angehende Informatiker/Computerlinguisten. Wobei ich das spannender finde als die Mathe in der Schule, da es mehr um Definitionen und Ausdrücke geht als darum, wie man jetzt genau eine Aufgabe löst. In den letzten beiden Stunden hatten wir in erster Linie Mengenlehre und ein bisschen Logik. Für die, die das nie hatten: Logik ist ein formaler Weg, um Aussagen zu formulieren, die entweder wahr oder falsch sein können. Im Endeffekt wird die Aussage in eine Formel umgeschrieben, die dann zum Beispiel innerhalb eines Programms ausgewertet werden kann. Tatsächlich ist Logik fürs Programmieren sehr wichtig, weil man so zum Beispiel sagen kann, dass man am Geldautomat nur Geld abheben kann, wenn der Pincode zur Karte passt. Dem Computer wurde nämlich so was in der Art gesagt: „Wenn der Pincode zur Karte passt, zeige das Menü an, ansonsten breche den Prozess ab“. Die Bedingung, dass der Pincode richtig sein muss, wird mit einer logischen Formel ausgedrückt.

Das Modul ist einerseits super spannend, andererseits gibt es aber auch sehr viel zum Auf- und Nachbereiten. Aber immerhin ist die Vorlesung so klar strukturiert, dass ich bei jeder Folie weiss, in welchem Unterkapitel im Buch der Stoff nochmals erklärt wird. Das erhöht die Motivation ungemein.

Ein Nachteil gibt es noch: Angehende Informatiker haben das Modul (im Gegensatz zu mir) sehr früh im Bachelorstudium. Das zeigte sich gerade in der letzten Stunde:
Der Dozent erklärte mehrere Dinge sehr schnell, und wenn man nicht besonders konzentriert war, verlor man leicht den Faden. Erfahrenere Studenten holen sich entweder die Folien von der Online-Plattform der Uni und versuchen, wieder einzusteigen, oder verschwinden diskret (es  gibt keine Anwesenheitspflicht), oder verbringen die Zeit diskret mit etwas anderem. In dieser Vorlesung begannen einige, leise zu schwatzen, was extrem störte. Deswegen waren auch TippEx und Leimstift meine besten Freunde bei der Nachbereitung (sieht man ja auch auf dem Bild sehr schön).

Morgen mache ich dann noch das letzte Teilkapitel der letzten Vorlesung, danach geht es weiter mit der Bachelorarbeit. Über die schreibe ich später noch mehr.