Im Moment sind Semesterferien – und damit eine Art grosses Sommerloch. Wobei ich mich eigentlich schon auf einige Prüfungen Ende nächstes Semester vorbereiten will (sonst muss ich alles gegen Ende der Vorlesungszeit oder über Weihnachten machen). Bloss ist meine Selbstdisziplin nicht gerade die Beste. Weswegen ich manchmal bewusst an die Uni fahre, weil ich dort mehr in der Öffentlichkeit bin und deswegen auch eher das Gefühl habe, ich müsste arbeiten. Zwar schaut mir niemand wirklich auf die Finger, und es gibt auch Studenten, die an der Uni Pokemon Go spielen – wenn ich an der Uni besser arbeiten kann, fahre ich halt an die Uni. Einziger Nachteil: Da ich unter anderem für eine Programmierprüfung üben muss, muss ich oft den Laptop mitnehmen. Und meiner ist im Vergleich zu anderen heutigen Geräten ziemlich sperrig. Aber solange er noch tadellos funktioniert, werde ich keinen neuen kaufen.

Die Ferien sind auch die Zeit, in der ich mich bevorzugt mit Lern- und Organisationstechniken beschäftige. Denn während den Ferien habe ich die Nerven, neues Verhalten einzuüben. Wenn ich mitten im Prüfungsstress bin, müssen die neuen Strategien sitzen. Dann habe ich anderes zu tun als über effiziente Wege nachzudenken. Ausserdem kann ich in den Ferien Strategien auch austesten, ohne das sie unbedingt funktionieren müssen. Wenn ich mit einer Strategie nichts anfangen kann, kann ich immer noch wechseln, ohne dass es eine Katastrophe gibt.

Im Moment habe ich aber sehr wenige feste Termine. Was es schwerer macht, nicht den ganzen Tag zu schlafen oder sich mit irgendetwas die Zeit zu vertreiben. Und mit irgendetwas meine ich wirklich Tätigkeiten, bei denen nichts sinnvolles (persönlich oder beruflich) herauskommt. Nicht, dass dieses irgendetwas machen nicht seinen Sinn hätte – aber wenn man über einen Monat Ferien hat, braucht es zwischendurch auch fordernde Tätigkeiten.