Nach dem administrativen Hinweis im letzten Beitrag muss ich ja fast kurz etwas zur Exkursion sagen 🙂

Der Plan, laut E-Mail des Dozenten, war, sich beim Infopoint zu treffen. Doch ich und eine weitere Teilnehmerin merkten schnell, dass das ein typischer Fall der Organisation dieses Dozenten war. Denn am Infopoint stand weder eine Gruppe, noch der Dozent selbst. Und das ein paar Minuten vor der vereinbarten Zeit. Da die Chancen gross waren, die Gruppe beim Suchen zu verpassen, gingen wir direkt zum Zug. Dort fanden wir dann den Rest der Gruppe inklusive Dozent. Und erfuhren, dass die anderen durch Kristallkugel, raten oder suchen die Gruppe beim Gruppentreffpunkt gefunden haben. Was in der Mail eigentlich auch gemeint war.
Jedenfalls ging es danach deutlich besser weiter. Ich habe viele Leute getroffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.

Gegen Mittag kamen wir dann am Zielort an und bekamen von unserer Gastuni eine kleine Mahlzeit spendiert, bevor es dann mit der ersten Hälfte der Vorträge los ging. Das Team in der Uni hatte einige Leute, die in etwa in unserem Gebiet forschen, gebeten, ihre Projekte vorzustellen. Es gab mehrere sehr interessante Vorträge über verschiedene linguistische Themen und es ist toll, wenn man sieht, in welche Richtung man sich an der Uni weiterentwickeln könnte und was aktuelle Forschungsthemen sind. Es ist ausdrücklich erlaubt, die Referenten nach dem Vortrag über ihr Thema auszuquetschen, und einige haben wir auch am Abend beim Abendessen gesehen.

Am anderen Morgen ging es nach dem Frühstück mit der zweiten Hälfte der Vorträge weiter. Wobei allerdings ein interaktiver Vortrag zum Thema Genderlinguistik völlig von unserer Diskussion darüber übernommen wurde und die Referentin dann schlussendlich aus zeitlichen Gründen abbrechen musste. Aber ich glaube, dass hat sie nicht besonders gestört. Jeder, der sich etwas damit beschäftigt hat, weiss, dass das ein Reizthema ist. Fragestellungen wie „Wie formuliere ich einen Artikel, so dass sich beide Geschlechter angesprochen fühlen?“ und „Warum sollte ich einen Text so formulieren?“, sind nicht leicht zu beantworten. Auch strapaziert die Aufhebung der Geschlechterrollen das Weltbild vieler Leute, wie man zum Beispiel an den Reaktionen auf Conchita Wurst erkennen kann.

Danach hatten wir noch etwas Zeit, um selbstständig etwas zum Essen aufzutreiben, bevor wir dann wieder nach Hause fuhren. Erwähnenswert: Es ist anscheinend ein Novum, wenn ein Passagier auf einer mehrstündigen Zugfahrt Gepäck dabei hat oder Abfall produziert. Jedenfalls, wenn es nach dem Design der Züge geht.

Das Bild zum Beitrag entstand übrigens am Freitag Morgen mit der Handykamera. Meine Kollegin fotografierte die Stadt, ich die Enten. Nebenberufliches Interesse 😉