Wenn es etwas gibt, was ich an meinem Studium hasse, dann ist es, andere Texte zu zitieren. Nicht, dass ich mir wünschte, alles nur mit Copy Paste schreiben zu können. Ich finde es gut, dass man nicht einfach fremde Leistungen und Gedanken für eigene ausgeben darf.

Nein, das was mich nervt, ist der ganze formale Dschungel. Je nach (Teil-) Fach müssen die Zitate und Quellenangaben anders aufgebaut sein. In der Linguistik beispielsweise steht eine Abkürzung im Lauftext, in den Literaturwissenschaften werden Zitate in den Fussnoten angegeben und in der Computerlinguistik habe ich einfach mal die Zitatweise aus der LaTeX- Vorlage übernommen, da ich dort kein entsprechendes Regelwerk gefunden habe.

Noch besser wird es, wenn man für eine Leseliste um die 50 Texte auf der Anmeldung mit Verlagsort angeben sollte und die meisten Texte noch nicht bestellt sind. Witziger wird es noch, wenn auf der Webpage des Buchhändlers des Vertrauens (bei dem auch die entsprechende Merkliste gespeichert ist) bei den Reclambüchern aus irgendeinem Grund immer Ditzingen dabei steht, obwohl der Verlag (wie ich anhand einiger anderer Reclambüchern feststellen konnte) in Stuttgart liegt. Spätestens wenn man dann noch spezielle Ausgaben, wie die Studienfassung von Adalbert Stifters „Die Mappe meines Urgrossvaters“, wird es hochinteressant.

Ach ja, dazu kommt noch ein Spezialfall eines aus einem Bibliotheksbuch kopierten Gedichtes, bei dem das Impressum mit dem Verlagsort nicht aufzufinden ist. Was für ein Glück, dass ich erst am Entwurf der Anmeldung bin!

Nachtrag:
Jetzt ist auch noch mein Mörike- Gedicht verschwunden…

Nachtrag 2:
Gefunden! War auf meinem Memory- Stick, da ich das Buch mit einem speziellen Buchscanner (der die Seiten von oben fotografiert)  einscannen musste, da es sich beim besten Willen nicht flach auf den Scanner pressen liess.